Das wichtigste Bauteil ist ein Kühl- oder Gefrierschrank – beide haben ihre Vor- und Nachteile.
Kühlschrank oder Gefrierschrank?
Mit einem Kühlschrank kommst du meist nur bis etwa +2 °C herunter, dafür kannst du in einem Gefrierschrank auch Fleisch zum Wursten anfrieren. Allerdings besitzen viele Gefrierschränke pro Schublade einen eigenen Verdampfer, den ein Fachmann entfernen muss, bevor der Schrank als Reifeschrank taugt.
Ich empfehle daher meist einen Kühlschrank: Das macht die Umrüstung einfacher, und bei manchen Geräten lässt sich das Thermostat auf Maximum bis auf 0 °C oder sogar leicht in den Minusbereich stellen – das solltest du vorher einfach ausprobieren.
Wovon ich abrate
Das eingebaute Thermostat komplett auszubauen, ist keine gute Idee: Es überwacht nicht nur die Kühlraum-, sondern auch die Verdampfertemperatur und schützt damit das Kühlsystem vor Schäden.
Gebrauchte Geräte in passender Größe findest du am ehesten über Kleinanzeigen – dort ist für jeden Platzbedarf etwas dabei.
Entweder ein Kühl- oder Gefrierschrank.
Beide haben Vor und Nachteile. Mit einem Kühlschrank kannst du meist nur bis etwa +2°C herunterkühlen während du mit einem Gefrierschrank auch Fleisch, z.B. zum Wursten, anfrieren kannst. Dafür haben viele Gefrierschrnke für jede Schublade einen eigenen Verdampfer, welche dann von einem Fachmann entfernt werden müssen.
Ich empfehle einen Kühlschrank zu nehmen. Das macht vieles einfacher, und bei manchem kann man, wenn man das Thermostat auf MAX stellt, auch bis auf 0°C oder sogar leicht in den MInusbereich khlen. Das sollte man einfach mal testen.
Wovon ich definitiv abrate ist, ,das eingebaute Thermostat komplett auszubauen. Da dieses nicht nur die Kühlraumtemperatur sondern auch die Verdampfertemperatur überwacht und somit Schaden am Kühlsystem verhindert.
Finden kann man etwas passendes meist ganz gut bei den Kleinanzeigen. Dort sind Geräte in allen erdenklichen Größen zu finden.
Gesteuert wird der Reifeschrank mit einem Raspberry Pi. Desweiteren benötigt man noch ein paar Lüfter, Heizpads, ein Luftbefeuchter, eine Relaiskarte und ein Sensor für die Erfassung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Dann noch ein paar Kabel.
Apropos Rasperry PI. Davon gibt es einige verschiedene Versionen. Was NICHT funktioniert ist der Raspberry Pi Pico, ansonsten sollte es fast egal sein welchen du benutzt. Getestet habe ich das ganze mit einem Raspberry Pi 1b, einem Pi 3b und einem Raspberry Pi Zero W. Selbst mit dem Pi1 aus dem Jahr 2012 funktioniert das ganze. Für einen Pi 5 wären ein paar Anpassungen nötig.
Achtung! Hier wird unter anderem mit 230~V Spannung gearbeitet. Diese Arbeiten sollten nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Ansonsten besteht Gefahr für Leib und Leben! Wenn Ihr euch nicht sicher seit, fragt lieber jemanden!
Mit Netzspannung ist nicht zu Spaßen!
Wie schon erwähnt, basiert das Projekt hier auf dem Reifeschrank von Opa Jochen. Unter https://opajochen.de/index.php/der-reifeschrank findest Du das Original. In der ZIP Datei ist eine kurze Beschreibung, eine Stückliste und ein einfacher Schalt-/Verdrahtungsplan.
Bei Fragen kannst Du auch im Forum Hilfe finden.
Hier ist meine Empfehlung, welche Komponenten du verwenden solltest.
Die folgenden Links sind nur Empfehlungen. Ich stehe in keiner Beziehung mit den empfohlenen Seiten und erhalte keinerlei Vergütung dafür.
- Raspberry Pi Zero WH oder Raspberry Pi Zero 2
- Passende SD-Karte (min. 8 GB, keine Billigware!), Netzteil
- 8fach-Relaiskarte
- Sensor SHT-31 (einfache Version, 3er-Pack, gut zum Testen) oder besser SHT-31 staubdicht (Edelstahl, teurer, aber hygienischer)
- Zusätzlicher Sensor AHT21 für die Außenluft
- Für den Testaufbau sind Dupont-/Jumperkabel sehr hilfreich.
Ein Wort noch zu den häufig empfohlenen DHT22-Sensoren: Diese sind nach meiner Erfahrung äußerst unzuverlässig und für einen Reifeschrank nicht geeignet – das lässt sich auch im Forum hier und hier nachlesen. Als Workaround wird dort meist empfohlen, einen Transistor einzubauen, der den Sensor nur beim Auslesen mit Spannung versorgt – meiner Meinung nach unnötig umständlich. Meine klare Empfehlung: den SHT-31 verwenden. Der funktioniert zuverlässig.
Achtung: Nach einem Update des Raspberry Pi auf die aktuelle Betriebssystemversion kann es Probleme mit dem SHT31 geben. Durch Änderungen beim Timing friert der SHT31 den Raspberry Pi ein. Das lässt sich mit einer kleinen Anpassung im Script beheben – ich arbeite an einem aktualisierten Image. Bei Problemen könnt ihr mich gerne kontaktieren.
Auch bei der SD-Karte solltest du nicht sparen. Die Software schreibt regelmäßig Daten auf die Karte, und billige Modelle geben dabei schon mal nach einem halben Jahr den Geist auf – genau dann, wenn die Wurst fertig wäre.